Zwischen St. Goar und St. Goarshausen rücken Felsen nahe, der Fluss verengt sich, und das Panorama wirkt wie Theaterkulisse. Steige aus, folge Hinweisschildern, und genieße sichere Aussichtspunkte, an denen sich Schiffe klein und mutig zeigen. Nimm dir Zeit für den kurzen Aufstieg, spüre den Wind, und halte inne, wenn der Zug im Tal wieder vorbeizieht. Solche Momente verbinden Gelassenheit, ein wenig Abenteuer und die Erkenntnis, dass große Landschaften oft am besten zu Fuß und mit langsamem Blick verstanden werden.
Vom Bahnsteig sind es nur Schritte zu Gassen mit Holzgiebeln, kleinen Innenhöfen und Weinprobierstuben, in denen Gastgeber geduldig erzählen. Bestelle erst Wasser, dann ein Probierglas, und frage nach Lagen, die du aus dem Zugfenster gesehen hast. Ein kurzer Rundweg führt zu Mauertürmen, ein anderer zur Uferwiese für lauschige Pausen. Bewusstes Tempo schenkt Aufmerksamkeit: du hörst Gespräche, siehst Werkzeuge der Winzer und riechst Kräuter an alten Mauern. So wachsen Erinnerungen, die länger halten als jede eilige Liste von Sehenswürdigkeiten.
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